Schneeschuhtour im Allgäu

Im November hat es mich mal wieder ins Allgäu verschlagen. Eigentlich hatte ich nur ein langes Wochenende Zeit, aber das Wetter spielte genau dann mit, als die erste richtige Kältewelle reinkam und ordentlich Neuschnee brachte. Also hab ich kurzerhand entschieden: Rucksack packen, Schneeschuhe schnallen und los. Warme Sachen, ’ne Thermoskanne Tee, ein paar Snacks für zwischendurch und natürlich die Drohne – mehr braucht es nicht für so einen Tag.

Die Bedingungen waren wirklich gut. Der Schnee war frisch, der Himmel klar, und die Temperaturen lagen angenehm im Minusbereich – kalt genug, dass der Schnee liegen blieb, aber nicht so eisig, dass die Finger nach fünf Minuten abfallen. Die Wege waren noch nicht stark begangen, also hatte ich stellenweise richtige Neuland-Feeling. Über offene Flächen und verschneite Wiesen ging es bergauf, immer mit dem Blick auf die weißen Hügel und ab und zu mal einem gefrorenen Bach, der sich durch die Landschaft schlängelte.

Irgendwann hab ich dann die Drohne ausgepackt. Bei dem Wetter und der ruhigen Luftlage fliegt es sich einfach angenehm – keine Böen, keine Turbulenzen, einfach stabil. Der Neuschnee reflektiert das Licht schön, und die klare Kaltluft sorgt dafür, dass die Aufnahmen richtig knackig werden. Ich hab ein bisschen rumprobiert, mal weite Übersichten geflogen, mal dichter ran an Bäume und verschneite Wiesenränder. Ein paar Akkus hab ich durchgebracht, zwischendurch immer wieder die Hände an der Thermoskanne gewärmt und einfach den Moment genossen.

Für mich war das ein gelungener Start in die Wintersaison. Nicht dramatisch, nicht spektakulär – aber ein schöner Tag mit gutem Licht, gutem Wetter und ein paar brauchbaren Aufnahmen, die mir zeigen, dass die Drohne auch bei Kälte zuverlässig läuft. Und manchmal ist das genau das, was man braucht: rauskommen, Luft schnappen, ein bisschen fliegen und den Winter von seiner schönsten Seite mitnehmen.